Einkaufszentrum! Einkaufszentrum?

Samstag vormittags, nicht viel zu tun? Was könnte es da Besseres geben, besonders wenn man ein paar Sachen einzukaufen hat, als in eines unserer Südtiroler „Einkaufszentren“ zu fahren und mal sehen ob sie halten was sie versprechen. Bei der Eröffnung war das Centrum in der Galvanistraße in Bozen in aller Munde. Und ebenso vollmundig wurde Verkaufserlebnis angeboten.

Schauen wir uns mal die optische Seite an. Architektonisch haut es mich wirklich nicht von den Schuhen. Anscheinend gab es ein Sonderangebot bei den Glasbausteinen 😉 und was die „hall“ bietet ist wirklich kärglich. Ein paar lieblos hingestellte Pflanzen. Ein Auto welches ein nahe gelegenes Autohaus an den Mann oder die Frau bringen möchte, basta. Nichts, aber schon gar nichts Einladendes.

Ok, denkt man sich, schauen wir uns mal das Warenangebot an. Was habmer da, einen Supermarkt einer nationalen Lebensmittelkette mit einem kleinen Spezialitätenverkauf direkt in die „hall“ rein welcher absolut nicht erwähneswert ist. Pizza und ein paar andere Sachelen.

Ein Kleidergeschäft der Billigklasse, idem ein Schuhgeschäft, ein Optiker aber nur Brillen und sonst nix. Ein großer Elektrofachmarkt, wie man ihn aber anderorts auch findet. Möbelkette und danach gähnende Leere. Was in einem „Einkaufszentrum“ dieser Größenordnung („Kleinenordnung“ wäre eher angebracht) ein Fitnesscenter verloren hat, welches ein halbes Stockwerk einnimmt, ist schon eher verwunderlich. Aber immerhin, trotz verblendetem Glas, es trainierten 3 Leute drin.  Ok ich habe den Clou vergessen … einen „Spezialitätenmarkt“ der Fisch anbietet, frischer als gefischt (höööööööö wie geht’n das?) und sein Personal mit einer Semannsuniform ärgert, pardon, einkleidet… das ist fürwahr Seemannsgarn. Fisch mit Selbstbedientung dachte ich wie geht’s denn da mit der Hygiene … Irrtum … Tiefkühlfisch und Gemüse usw. in endlosen offenen (!!!) Theken … tja, da bin ich aber gespannt über die Stromrechnung. Wahrscheinlicht dachten sie beim Einrichten dieses „Einkaufszentrums“ auch schon, mit den Kühltheken ließe sich die ganze Bude kühlen. Aber ich glaube, da hat man sich doch etwas verkalkuliert. Jedenfalls war es trotz morgendlicher Kühle schon recht warm im Gebäude. Hoffen wir, dass die Klima, sollte sie vorhanden sein, was taugt.

 

Und last but not least, nach meinem Kaffechen führte mich der Gang aufs Örtchen, welches man auch das Stille nennt. Und siehe da … großes Schild Mann, Frau und Rollstuhl für alle was da. Allerdings, die Türen eng (es gibt auch 80 cm Stühle oder Elektrorollies meine Damen und Herren Planer) das wird dann ein Messen und Mergeln, vor allem dank eingebauter Rückhohlfeder. Der Charme einer Bushaltestelle in  den 80er. Die Ausstattung mehr als dürftig und auf so einen „Thron“ ohne Deckel und ohne irgendwelche Hygienetücher ( die doch sein müssten) setzt sich nicht mal der abgebrühteste Rolliefahrer. Mir grau’s vor dir, spricht man frei nach Goethes Faust und verlässt das unwirtliche „Örtchen“.

Bestens hat mit der Kaffee in der dortigen Bar gemundet, Kompliment nette Ausstattung und freundliche, schnelle Bedienung. Aber bitte, und diese sei an alle Bars und Kaffeehäuser gerichtet. Wenn ihr was auf Qualität haltet, nehmt nicht die tiefgefrorenen Teigwaren zum Aufbacken. Bei uns gibt es gute Konditoren!

Summasummarum, man sollte halt mal ein bisschen anderwso sich umschauen, dann wüsste man wie man es gut machen kann. Entweder da oder dort.

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