Können Steine reden … ?

Oft heisst es, wenn Steine reden könnten.  Sie können es aber, wenn man regelrecht drüberstolpert. Und wir haben ja schon vor einigen Jahren über die Stolpersteine gesprochen. Nun, das Projekt wurde weiterbearbeitet und auch auf Bozen ausgeweitet. Die beiden Forscher Sabine Mair und Joachim Innerhofer haben die Lebensgeschichten der Mitglieder der jüdischen Gemeinde von Bozen und Meran erforscht, aufgezeigt wie wichtig deren Einfluss auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Südtirols und speziell die touristische Entwicklung von Merans waren. Und es wurde ihnen am Ende übelst gedankt. Nach dem Aufkommen der verschiedenen faschistischen Strömungen in Deutschland und Italien wurde die Situation immer schlimmer. Viele mussten ihr Eigentum zwangsverkaufen und das Land verlassen. Viele hielten durch. Spätestens nach dem 8. September ’43 kam das Aus. Der Einmarsch deutscher Truppen folgten die Einsatzgruppen auf dem Fuss und mit aktiver Teilnahme aktiver Nazis begann die Jagd und Plünderung – Tod und Verderben kam über die, die nicht rechtzeitig flüchten konnten. Vielfach wurde ihnen eine angemessene Entschädigung nach dem Krieg unter fadenscheinigen Vorwänden verweigert.

Steine reden – und können Geschichten erzählen – Traurige Geschichten. Die finden sich aber auch im Buch

„Mörderische Heimat“ – von Sabine Mair und Joachim Innerhofer – Hrsg. Israelitisch Kultusgemeinde Meran – Edition Raetia

Empfehlenswert

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