Opium fürs Volk!

Sowohl Lenin als auch Marx ließen sich über die Religion als Opium für das Volk aus … oder je nach Autor als Opium des Volkes. Aber darum geht es gar nicht. Es geht um die Tatsache dass in der Zwischenzeit oftmals Sport als Ersatzopium herhalten muss.
Einen schlagenden Beweis liefert die italienische Presse jeder Couleur, die nicht nur, sogar bei sich selbst als „seriöse“ Blätter identifizierenden Zeitungen, teilweise in die unterste Schublade griff. Von groben und gröbsten Beleidigungen über seltsame Interpretationen und Vergleiche.
Das geht und ging so weit, dass die aktuelle Politik und Situation des Stiefelstaates mit Fußball verwechselt wird. Es besteht nun das Risiko, dass Erfolg im Fußball nun die realen Probleme des Staates übertünchen soll. Nur, die Frage, nutzt es, wenn man eine marode Mauer mit ein wenig neuer Farbe versieht. Einstürzen wird sie doch irgendwann, da nützt die ganze Tünche nix.
Mit lauwarmen Geschwätz und dem Vergleich der Spielergebnisse mit dem realen Leben in Italien und dem Glauben machen es gibt eine Art „Wunder von Bern“ für die angeschlagenen Finanzen der PIIGS – Staaten ist diesen wirklich kein Gefallen getan. Es ist eher Selbstbetrug. Und die „Elite“ des italienischen Print Journalismus hat sich gründlich blamiert.

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