Sind wir auf dem Weg zur Ökodiktatur?

Es geht wieder los, Fahrverbot in Bozen am Sonntag. Radfahrsamstag auf die Mendel am Samstag. Überall hagelt es Verbote, Politiker und Umweltaktivisten glauben es besser zu wissen als alle Anderen und wenn man nicht von selbst drauf kommt wird einem halt ein Verbot aufs Auge gedrückt, mit hohen Strafen und Führerscheinentzug gedroht als hätte man jemand angefahren und verletzt. man möge diese Verhältnismäßigkeit mal in Betracht ziehen. Frei nach dem Motto, und willst du nicht mein Bruder sein … !

Abgesehen davon, dass es kaum normale Menschen sind die genug Atem haben um auf die Mendel zu treten, sind Radfahrer auf der Mendel doch eh schon die ganze schöne Saison ein Ärgernis, welche sie diese Strecke die viele Bozner wochenends zur Fahrt ins Grüne verwenden zu einen Schneckenspur mit gewagten Überholmanövern machen.

Besonders schön machen sich bei Ankündigungen zu diesen Veranstaltungen die Herren und Damen Politiker, welche sich medienwirksam neben ein Fahrrad stellen, aber ansonsten den Rest des Jahres gepflegt mit Limousine der Luxus Klasse herumchauffiert werden. Man setze sich doch mal ein Stündchen oder zwei vor das eine oder andere Landhaus und siehe da, kommen sie angerauscht die Herren von unseren Gnaden(!) mit Audi, BMW und Mercedes auf Landeskosten.  Umwelt schützen Rad benützen, das kann die Plebs kann dabei schwitzen, denn wir sind ja überall Vorbild im Nahverkehr usw. Ich stehe jedem dieser Herren, nach 20 – jähriger Pendlererfahrung mit Zug und Bus, gerne zur Verfügung um ihr Weltbild mal zurechtzuhusten.  Denn, einen alten Landserspruch muss man da ummüntzen: „Den größten Teil seines Lebens, wartet der Pendler, meist vergebens.“ Es geht ja noch so halbwegs wenn man nur ein Öffi verwenden muss.  Kaum muss man aber kombinieren von Bus auf Zug oder umgekehrt umsteigen ist ein langer Atem und viel Geduld nötig.

Besagte Politiker versuchen uns dann klar zu machen, dass sei alles von der EU so beschlossen und dementsprechend umzusetzen. Die Art und Weise der Umsetzung die in unseren Gefilden immer preußisch genau sei muss wird aber nicht festgelegt.  Abgesehen davon wird gerne übersehen, dass auf dem Gebiet der Erlassung von Normen die EU ein großes Demokratiedefizit hat. Denn wenn Politiker wissen, sie kommen evtl. mit einer Norm nicht durch, wird diese über den Umweg EU abgenickt. Das Parlament hat ja nicht zu viel zu melden. Und wir kriegen  die Rechnung serviert. Wir, meinen lieben Mitbürger. Aber niemals die Politiker. Da hinkt auch der Vergleich, den ein lokaler Senator letzthin zu den Gehältern der Abgeordneten bemühte. Abgeordnete sind KEINE Manager, denn wenn in einem Unternehmen ein Manager  einen Schaden verursachen würde, dann wär er am nächsten Ersten vor der Tür zu Hause.

Abgesehen davon sehe ich mit einem Auge auf das Pickerle meines Autos, 1100 cc Benziner Euro 2 und weiß dass in wenigen Jahren dieses Fahrzeug von Umweltaktivisten als arge Dreckschleuder von den Straßen verbannt wird. Und es stellt sich mir die Frage wieso ein Euro 2 Benziner mit Kat , der nach 13 Dienstjahren eine Laufleistung von nur 60.000 km vorweist eine Dreckschleuder sein soll. Ich in ein paar Jahren die wenigen Male die ich mein Auto benutzen möchte, schikaniert werde, während jemand der sich jetzt einen 4 Liter Turbo mit 2,5 t Gewicht zulegt und auch in Zukunft relaxed seinen Sohnemann bzw. Tochter zur 800 m entfernten Schule bringt, dies als „amtlicher zertifizierter“ Umweltschützer tun darf.  Das Tollste ist ja z.B. im Fall Bozen, wo ja 40 % des „Feinstaubs“ von der Autobahn verursacht wird. Also der Bürger für etwas bestraft wird, für das er gar nix kann!

Seit einigen Jahren versucht der Bürger durch Einbau moderner Heizungen sei es Holz, Gas, Öl oder sonstwas den Energieverbrauch zu bremsen. Aussagen einiger Politiker lassen dies zu einem Problem werden. Es kann doch nicht sein, dass man modernste Techniken für die Heizung ankauft und dann das Risiko hat, in 10, 15  Jahren diese nicht mehr verwenden zu können und gezwungen wird mittels Ausgabe einer Unmenge an Geld eine neue Heizung, ein neues Auto oder sonstwas anzukaufen.

Viele Familien haben einfach nicht mehr die finanzielle Kraft den Fuhrpark umzustellen. Die Lebenshaltungskosten sind in Südtirol immens hoch, der Ankauf einer Immobilie kostet ein Vermögen und dann ist eben der Haushalt der Bürger auf Jahre dementsprechend belastet.

Ich bin der Meinung es ist an der Zeit uns nicht mehr mit der „Umweltkeule“ durch die Lande treiben zu lassen und uns mit Zwang von der Ökodiktatur einen Lebenstil aufzwingen zu lassen den wir so nicht verfolgen wollen. Wer einen möglichst kleinen ökologischen Footprint hinterlassen will, dessen Wirkung  auch wissenschaftlich angezweifelt wird, soll dies tun. Aber nicht uns allen dies auf – oktroyieren, mit oberlehrerhaften Verhalten, erhobenen Zeigefinger und Strafandrohungen usw. .

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