Clausewitz und Libyen

Jetzt werdet ihr glauben der StiviB spinnt!? Was hat denn ein preußischer General mit den Berbern in der Wüste zu tun? Eigentlich nichts und trotzdem viel. Seit längerer Zeit schon beschäftige ich mich mit dem großen Werk „vom Kriege“, es ist nicht leicht zu lesen und deswegen haben es auch viele nicht gelesen. Ich arbeite mittels einer gekürzten Version und einem Hörbuch schon lange daran  und bin noch weit davon weg es gut zu verstehen.

Eeine interessante und viel zitierte Passage ist jene die besagt, der Krieg sei die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln. Und diese lässt vielen „friedliebenden“ Menschen auf Erden beim Namen des Autors an den „Gottseibeiuns“ persönlich denken.

Was vielfach nicht verstanden wird, ist dass Clausewitz immer von einer guten „Diplomatie“ im Sinne einer guten „Politik“ gesprochen hat. Ersatz für die letztere ist der Krieg jedenfalls nicht.  Und im Falle Libyens können wir davon ausgehen dass der UNO und NATO wirklich jedes Maß der Dinge abhanden gekommen ist. Nach Wochen völlig chaotischer Politik und tapsiger Micky – Maus – Geheim – Aktionen startet man nun eine strategisch wie taktisch unklare Militäraktion, als wollte man Wochen der Untätigkeit nun durch forsches Auftreten weglöschen. Das sah  schon Clausewitz anders … und leider reden all zu viele von ihm als dass sie von ihm wirklich lernen würden.

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