Industriegeschichte ….

geschrieben in Südtirol hat die Trambahn Lana Meran, welche dann im Jahre 1913 nach Burgstall verlängert wurde um einen Anschluss an die dortige K & K Südbahnlinie zu erreichen. Die Bahn wurde von der Kundschaft recht eifrig benutzt und trotzte bis in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts dem aufkommenden Individualverkehr. Daraufhin übernahm die Gesellschaft, die heute noch existiert, den Busverkehr nach Meran Forst. Die Güterbahn welche von Lana nach Burgstall fuhr, blieb noch bis in die beginnenden 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts in Betrieb.  Nachdem so langsam langsam sämtliche Zeichen der Bahn (alte Schuppen, Gleisanlagen usw.)  nun alle verschwunden sind steht einzig und allein eine alte Güterlok am Tribusplatz und träumt von der guten (?) alten Zeit. Diese wurde nun zum zweiten Mal restauriert, da der Zahn der Zeit recht stark an ihr nagt und nun erstrahlt sie seit einiger Zeit wieder im neuen alten Glanz nachdem sie einige Jahre lang stark verfallen herumgammelte.

Man darf nicht vergessen, dass diese Bahn wirklich Industriegeschichte geschrieben hat.  In diesem Falle überschneidet sich hier die beginnende Elektrifizierung Lanas mit der Möglichkeit für die Bürger sich schnell und kostengünstig nach Meran zu begeben. Die aufkommende Apfelindustrie findet damit eine schnelle und effiziente Exportmöglichkeit. Dieses Kapitel Entwicklungsgeschichte des Dorfes darf nicht in Vergessenheit geraten, denn wenn man andere Gebiete und andere Gegenden anschaut bemerkt man, dass solche meist in privater Eigenregie gegründeten Pionier-Unternehmen die Grundlage für den heutigen Wohlstand sind.

Ein Gedanke zu “Industriegeschichte ….

  1. Die wichtige Geschichte dieser Bahn und alle damit verbundenen Ereignisse sind unbestritten, jedoch hat bei der Positionierung der Lok am Tribusplatz wohl der gute Wille das Ziel verfehlt. Der Tribusplatz. Ein eigenartiges Ding (oder mir lieber: Unding). Ich konnte meinen Ärger über diese absolute Fehlplanung noch nicht kanalisieren, denn wer nun verantwortlich für diese Unding ist, Gemeindeverwaltung, Wettbewerbsjury, Planer, müßte man genauer erörtern. Fakt bleibt, trotz meiner liebe zur Objektivität, dass diese Platzgestaltung, verkehrstechnisch wie architetkonisch, nur notdürftig funktioniert. Eine, eigentlich der Bevölkerung zustehende, urbane Freifläche die, so wie sie ist, nie funktionieren wird bzw. nicht funktionieren kann. Auf einem Dorfplatz spielt sich das soziale Leben ab, Leute treffen sich, unterhalten sich, genießen die Sonnenstrahlen. Der Tribusplatz ist – bis auf das Anpreisen mobiler Neuerscheinungen und das weihnachtliche Krippenspiel – IMMER leer. Das Warum liegt auf der Hand. Am Bürger vorbeigeplant. Das unglücklich positionierte Grün und der ebenso unverständlich gelagerte Brunnen mögen zwar architektonische Zutaten einer Platzgestaltung sein, sind dieser „Rezeptur“ aber gehörig falsch beigement worden. Das ich dieses Thema noch nicht ad acta legen konnte merkt man wahrscheinlich daran, daß ich vom eigentlichen Kern abgewichen bin, die Lok. Genaugenommen ist sie nichts anderes, als ein zustätzlich falsch platzierter Baustein dieser Gestaltung. Der städtebauliche Rahmen ist für ein Objekt dieser Größe nicht gegeben bzw. nicht angesichts der heutigen Lage der Lok. Die Abstände zu den umliegenden Gebäuden sind zu gering und überhaupt, die Fülle an Funktionen des Tribusplatzes erdrückt, ja erstickt regelrecht im Qualm das auch nur vagste Gefühl dörflicher Platzatmosphäre. Geschichte in allen Ehren doch wer um Himmels Willen soll sich, zwischen parkenden Autos, fließenden Verkehr, Abgrenzungen für Fußgänger, Poller jeglicher Form usw. in Ruhe mit der Historie der Bahn und evtl. des Platzes auseinandersetzen? Der Tribusplatz ist eine städtebauliche Fehlplanung. Jeglicher Eingriff in dieses Konstrukt ist reinstes Kaschieren und wird die Grundschwächen nicht wegzaubern. Für eine vertiefte Diskussion diesbezüglich stehe ich gerne zur Verfügung.

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