Spezialistenproblem

Südtirol ist nicht dafür bekannt, dass es eine Arbeitslosigkeit gibt – viel eher ist es dafür bekannt, dass es viele viele offene Stellen gibt. Nicht nur der Blick in den Stellenmarkt der lokalen Zeitung zeigt dies. Aber viele Stellen werden nicht in der Zeitung beworben. Warum?

Die Firmen

Der Markt für die einige „moderne“ Berufsbilder in Südtirol ist mager. Besonders wenn man jemanden sucht der nicht nur eine Grundausbildung hat wird es schwer. Wenn eine Firma sich nicht in den klassischen Südtiroler Märkten bewegt ist der Arbeitsmarkt nicht gerade ansprechend. Ich spreche hier von Märkten wie Elektronik, nicht tourisitsches Marketing und wenn man nichts mit Bergen, Tourismus und der Landwirtschaft zu tun hat.

Zum Einen gibt es die Mitarbeiter nicht, weil die Weiterbildungsmöglichkeiten in Südtirol lange nicht sehr gut waren und in vielen Bereichen auch ist. Wer sich z.B. für Elektronik interessiert ist nach der Gewerbeoberschule darauf angewiesen das Land zu verlassen. Wer dann seine Ausbildung fertig hat wird mit großer Wahrscheinlichkeit schon von Firmen abgeworben die nicht in Südtirol sitzen. Hier müssten die Firmen sich schon frühzeitig interessieren.

Zum anderen sind viele Firmen nicht nur in den größeren Städten konzentriert, sondern befinden sich oft in den Tälern. Förderungen um „Arbeitsplätze“ in diesen strukturschwachen Gebieten zu schaffen hat die Firmen in die Täler gebracht. Aber sobald sich eine Firma weiter entwickelt sind auch die Anforderungen an die Mitarbeiter größer und schnell sind dann die Ansässigen nicht mehr gut genug.

Die Folgen sind leicht abzusehen. Besser ausgebildete Mitarbeiter werden eingestellt und diese wollen nicht immer ins Tal ziehen und pendeln dann von der nächst gelegenen Stadt zum Arbeitsplatz. Oder, und hier kommen wir wieder zu Thema der mangelnden Bewerbungen, die Stellen bleiben unbesetzt weil sich potenzielle Mitarbeiter nicht bewerben weil der Arbeitsplatz zu weit weg.

Die Arbeitnehmer

Wie schon vorher angemerkt ist der Arbeitsmarkt für viele spezialisierte Berufe nicht berauschend in Südtirol. Ein paar Gründe dafür wurden schon aufgezählt: Keine Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort, entlegene Arbeitsstellen zu denen man nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln pendeln kann (oder verschwendet
Stunden an Lebenszeit damit).

Aber neben den Problemen die es gibt wenn man eine Stelle gefunden hat, ist es eigentlich noch schwieriger einen spezialisierten Arbeitsplatz überhaupt zu finden – er wird ja nicht veröffentlicht. Viele offen stehenden Stellen werden nicht besetzt weil man sie einfach nicht kennt. Die Firmen inserieren nicht oder nicht lange genug. Viele Firmen versuchen es zuerst mit Mundpropaganda, dann mit einem Inserat. Und wenn auf das Inserat nicht gleich etwas passiert stellen sie die Suche praktisch ein. Es ist immer ein großer Zufall wenn ein potentieller Arbeitnehmer gerade eine passende Anzeige im Anzeigenteil der Dolomiten findet.

Fazit

Die Unternehmen sollten sich bei ihrer Standordwahl nicht nur von Subventionen und Kurzfristigen Planungen beirren lassen. Die Mitarbeiterentwicklung ist leider nicht immer ein Thema, sondern nur als Kostenpunkt angesehen. Welche und wie viele Mitarbeiter brauche ich in 10 Jahren? Kann ich diese vor Ort finden? Diese Fragen gehören genauso in einen Business Plan. Außerdem sollten sie wenn Stellen die nicht besetzt sind länger Veröffentlichen. Entweder durch spezifische Anzeigen oder aber durch eine allgemeine Anzeige und einem Verzeichnis der Stellen auf ihrer Internet-Homepage.

Für Arbeitnehmer gilt noch „vor“ der endgültigen Ausbildung sich schon die Frage zu stellen „Wo will ich leben?“ und „Welche Arbeitsplätze gibt es vor Ort?“ und „Wie weit würde ich pendeln?“. Wenn es einem egal ist wo man wohnt (auch im Ausland) kann man sich eher für einen Wunschberuf entscheiden – ist man aber ein Heimattreuer sollte man seine Ansprüche an den Arbeitsplatz senken und einen Beruf ergreifen der es einem ermöglicht lokal einen Job zu bekommen.

4 Gedanken zu “Spezialistenproblem

  1. irgendwie hast du ja recht, ich würde gerne in südtirol bleiben, doch als Informatiker muss man glück haben in ST einen Job zu finden. doch der artikel ist extrem streng zu lesen da dein deutsch extrem schlecht ist, doch im internet kann ja jeder reinschreiben was er will und jeder trottel wird zum jornalist

    • Musste dein Kommentar in eine Beleidigung ausarten? Der Artikel ist erstens eine Meinungsaüßerung – keine journalistische Arbeit, zweitens habe ich immer ein offenes Ohr falls sich ein Fehler eingeschlichen hat und drittens werde ich versuchen in Zukunft einfacher zu schreiben damit jeder in Genuss meiner Gedanken kommt ;-).

  2. irgendwie hast du ja recht, ich würde gerne in südtirol bleiben, doch als Informatiker muss man glück haben in ST einen Job zu finden. doch der artikel ist extrem streng zu lesen da dein deutsch extrem schlecht ist, doch im internet kann ja jeder reinschreiben was er will und jeder trottel wird zum jornalist

    • Musste dein Kommentar in eine Beleidigung ausarten? Der Artikel ist erstens eine Meinungsaüßerung – keine journalistische Arbeit, zweitens habe ich immer ein offenes Ohr falls sich ein Fehler eingeschlichen hat und drittens werde ich versuchen in Zukunft einfacher zu schreiben damit jeder in Genuss meiner Gedanken kommt ;-).

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