Bloggen gegen die Krise

smk_panorama_total

Obwohl der Titel des Artikels etwas irreführend ist kann ich dem Südtirol Panorama zu dem Artikel gratulieren. Naturlich auch, weil Spaghetti mit Knödel als Beispielblog gezeigt wird. Insgesamt gibt der Artikel ein Panorama über neue Kommunikationskanäle und möchte Unternehmen in Südtirol anregen auf die neuen Kommunikationsmittel zu setzen.

smk_panorama_detailDie Hintergründe dafür werden aber zu wenig beleuchtet (aber das haben wir ja schon öfters gemacht). Der Tipp an südtiroler Unternehmen, sie sollen mal ins Internet schauen, was ihre Kunden so über sie schreiben ist clever aber die Anzahl der Unternehmen dessen Kunden im Internet sich austoben ist doch eher gering – wenn man mal vom Tourismus absieht. Außerdem muss der Blick ins Internet auch gelernt sein. denn wenn sich jemand aufrafft (ja man muss sich schon aufraffen) um etwas über einen Betrieb oder Produkt zu schreiben, dann kann man in 9 von 10 Fällen davon ausgehen, dass es etwas negatives ist. Wenn alles passt reg ich mich ja nicht auf und damit ich ein Lob über ein Produkt schreibe muss es mich schon von den Socken hauen. Wenn also ein Betrieb im Internet nur „negative Presse“ bekommt muss dies nicht heißen dass die Produkte schlecht sind. Trotzdem sollte ein Unternehmen darauf reagieren und den unzufriedenen Kunden kontaktieren. Eine kleine Geste kann da Wunder bewirken und dann ist ein Jubel-Post oft nicht weit.

schaer_glutenfreiInsgesammt sind Beiträge über südtiroler Unternehmen im Internet aber noch selten. Zum Einen haben wir Betriebe die nicht international ausgerichtet sind und die ihre Produkte direkt vertreiben – klassisch und nicht online, zum Anderen verkaufen Dienstleistungen und Produkte für Betriebe. Dieser B2B (Business to Business) Markt wird generell wenig im Netz diskutiert. Ein großes Echo gibt es bei großen Marken welche direkt an Kunden verkaufen. Eine dieser Marken ist zum Beispiel Dr. Schär. Diesen Unternehmen muss man aber die neuen Komunikationskanäle nicht erklären. Dr. Schär hat eine Comunity-Seite aufgebaut mit Forum, Rezepte und allem was dazu gehört. Auch Thun hat mit ihrem Club und der auch schon auf Facebook eine Fan-Seite hat ist nicht von vorgestern.

Einen kleinen Schnitzer hat sich der Experte aber doch erlaubt. Italien hat in der Blogosphäre eine wichtige Rolle gespielt, nicht nur wegen Beppe Grillo. Natürlich waren es eher private Blogs die wie die Pilze aus dem Boden schossen, aber Plattformen wie Splinder haben früh die Szene geprägt. Dass jetzt die italienische Szene stagniert und im internationalen Vergleich abfällt hängt vor allem damit zusammen, dass es nur eine begrenzte Anzahl von italienischen Bloggern geben kann. Da haben große Staaten (China, Indien, usw) ganz andere Potentiale.

Sind also die neuen Kommunikationskanäle für südtiroler Unternehmen interessant und wichtig? Meiner Meinung nach sollte man versuchen nicht den Zug zu verpassen aber man muss sich auch nicht verrückt machen. Für viele Betriebe ist die kritische Masse an potentiellen Kunden nicht erreicht – da erreicht ein kleiner Handwerker mehr wenn er im Radio oder in der Dorzeitung inseriert, als wenn er seine Angebote twittert. Trotzdem sollte man sich in jedem größeren Dienst schon mal anmelden – denn es kann ja durchaus sein, dass man den Dienst braucht, und dann könnte der eigene Namen schon weg sein.

6 Gedanken zu “Bloggen gegen die Krise

  1. Gratulation Franky! Der Hannes Predigt das selbe wie auch wir in Südtirol. Aber der Prophet im eigenen Land ist meistens nicht’s wert… 😉

    Man kann aber schnell an die falschen Propheten gelangen. Was hier nicht der Fall ist.

  2. Gratulation Franky! Der Hannes Predigt das selbe wie auch wir in Südtirol. Aber der Prophet im eigenen Land ist meistens nicht’s wert… 😉

    Man kann aber schnell an die falschen Propheten gelangen. Was hier nicht der Fall ist.

  3. Ich sprech jetzt mal einen Verdacht aus:
    ich glaub das Ganze Web 2.0 ist für die Wirtschaft absolut unbrauchbar. Nein… das Web 2.0 (allem Voraus Twitter) ist insgesamt total überflüssig und unnütz! 😉

    Und jetzt freu ich mich auf eine sachliche Diskussion, mit vielen überzeugenden und konkreten Argumenten. 🙂

  4. Ich sprech jetzt mal einen Verdacht aus:
    ich glaub das Ganze Web 2.0 ist für die Wirtschaft absolut unbrauchbar. Nein… das Web 2.0 (allem Voraus Twitter) ist insgesamt total überflüssig und unnütz! 😉

    Und jetzt freu ich mich auf eine sachliche Diskussion, mit vielen überzeugenden und konkreten Argumenten. 🙂

  5. eigentlich müsste ich dir Christian meine ganzen Statemants die ich die 1:1 erzählt habe hier nochmal web2.0-mäßig anführen… Habe ich aber Lust?

  6. eigentlich müsste ich dir Christian meine ganzen Statemants die ich die 1:1 erzählt habe hier nochmal web2.0-mäßig anführen… Habe ich aber Lust?

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