Dolomiten online lesen – Athesia fast zeitgemäß

Schon 2007 haben wir uns gefragt wenn unser lokale Tageszeitung Dolomiten die Zeichen der Zeit erkennt und ob man sie jemals online gratis lesen kann. Bei vielen große Zeitungen der Welt kann man inzwischen ohne Einschränkungen (oft über Jahrzehnte hinweg) in ihren Archiven suchen und Artikel lesen. Mit dem redesign (über das wir demnächst diskutieren werden) von stol.it ist nun auch der Zugriff auf die Dolomiten frei geschaltet worden.

dol_online

Modern wirkt sicherlich der Viewer mit dem man in der Zeitung blättern kann und somit ein genaues Abbild der Zeitung erhält. Man kann sogar nach Inhalten suchen. Alles in allem ganz ordentlich. Für uns Südtiroler ist dies ein Fortschritt. Was mir noch fehlt ist eine Suche über einzelne Ausgaben hinweg, also eine Archiv-Suche und vom Unternehmerischen Standpunkt aus ist diese technische Lösung nicht die beste. Große Tageszeitungen die ihre Archive geöffnet haben, taten dies aus einem kommerziellen Aspekt heraus und in einer Weise, dass die großen Suchmaschinen im Internet auf die Inhalte zugreifen können. Alles natürlich um Werbung zu schalten, welche den Gratisdienst finanzieren soll.

Nachdem dieser Zugriff über die Suchmaschinen hier nicht möglich scheint kann man wohl annehmen dass die Athesia keine finanzielle Spritze für diese Online-Ausgabe braucht – wobei sich natürlich die Frage stellt, warum sie das Dolomiten-Archiv nicht schon früher frei zugänglich gemacht haben.

16 Gedanken zu “Dolomiten online lesen – Athesia fast zeitgemäß

  1. wegen den Suchmaschinen…
    Ich glaube eher man erkennt die Möglichkeit der Monetarisierung nicht
    Wäre do cool die Printwerbung auch online zu haben und damit den kunden noch Klicks zu liefern…

  2. wegen den Suchmaschinen…
    Ich glaube eher man erkennt die Möglichkeit der Monetarisierung nicht
    Wäre do cool die Printwerbung auch online zu haben und damit den kunden noch Klicks zu liefern…

  3. Also da habe ich meine großen Zweifel…

    In Krisenzeiten braucht es jeden Cent 🙂 Ich sehe da irgendwas von „Dolomiten Online gratis testen“ auf der Seite stehen, somit gehe ich mal davon aus, dass dies nur für einen beschränkten Zeitraum möglich sein wird. Zudem gibt es einen Link auf die Abo Preise, welcher aktuell zwar einen Fehler gibt, aber schlussendlich doch dafür da sein sollte, die Online-Dolomiten zu verkaufen.
    Also ich denke wir erleben hier eine weitere Enttäuschung nach dem schlimmen Relaunch von stol…

  4. Also da habe ich meine großen Zweifel…

    In Krisenzeiten braucht es jeden Cent 🙂 Ich sehe da irgendwas von „Dolomiten Online gratis testen“ auf der Seite stehen, somit gehe ich mal davon aus, dass dies nur für einen beschränkten Zeitraum möglich sein wird. Zudem gibt es einen Link auf die Abo Preise, welcher aktuell zwar einen Fehler gibt, aber schlussendlich doch dafür da sein sollte, die Online-Dolomiten zu verkaufen.
    Also ich denke wir erleben hier eine weitere Enttäuschung nach dem schlimmen Relaunch von stol…

  5. Ich glaub eher, dass die Werbeeinnahmen die über Suchmaschinenbenutzer kommen würden eher mager sind. Die Zielgruppe für die Seiten sind eindeutig Südtiroler und die Werbeangebote von Google und Co sind nicht für Südtiroler ausgelegt – eher für Touristen. Deshalb ist es nicht schlecht dass die Printwerbung 1:1 auch online zu sehen ist.

    Warum sie dann trotzdem in Zukunft vielleicht die Dolomiten wieder bezahlen lassen wollen ist mir trotzdem ein Rätsel. Ich benutze selbst ähnliche Systeme und der Aufwand des Einspielens ist wirklich gering. Wenn ich das mit dem Aufwand für Druck/Auslieferung/Komissionen für Zeitungshändler usw vergleiche ist es klar dass dies eine Abzocke wäre – besonders wenn dann die Werbung drin bleibt.

    Die Times hat ausgerechnet, dass wenn sie alle ihre Abonenten mit einem Kindle ausstatten würde und die gedruckte Version abschaffen, hätte sich die Investition in weniger als einem Jahr amortisiert. Mal schaun was die Zukunft bringt.

  6. Ich glaub eher, dass die Werbeeinnahmen die über Suchmaschinenbenutzer kommen würden eher mager sind. Die Zielgruppe für die Seiten sind eindeutig Südtiroler und die Werbeangebote von Google und Co sind nicht für Südtiroler ausgelegt – eher für Touristen. Deshalb ist es nicht schlecht dass die Printwerbung 1:1 auch online zu sehen ist.

    Warum sie dann trotzdem in Zukunft vielleicht die Dolomiten wieder bezahlen lassen wollen ist mir trotzdem ein Rätsel. Ich benutze selbst ähnliche Systeme und der Aufwand des Einspielens ist wirklich gering. Wenn ich das mit dem Aufwand für Druck/Auslieferung/Komissionen für Zeitungshändler usw vergleiche ist es klar dass dies eine Abzocke wäre – besonders wenn dann die Werbung drin bleibt.

    Die Times hat ausgerechnet, dass wenn sie alle ihre Abonenten mit einem Kindle ausstatten würde und die gedruckte Version abschaffen, hätte sich die Investition in weniger als einem Jahr amortisiert. Mal schaun was die Zukunft bringt.

  7. Die Dolomiten Online war vor 10 Jahren bereits frei einsehbar. Auch konnte man damals im Archiv suchen, die Zeitung als PDF ansehen und in den Todesanzeigen stöbern… Zu einem späteren Zeitpunkt hat man dann entschieden die Zeitung nur gegen Bezahlung einsehbar zu machen – man erhoffte sich damit Geld zu verdienen.

    • Daran kann ich mich auch erinnern, und wir haben auch darüber geschrieben. Ich glaub für Abonnenten der Print-Version war die Einsicht gratis. Das mit dem Geld verdienen wird nicht ganz geklappt haben. Wir sehen uns in Südtirol gern als modern, aber die Nutzung des Internets in der Bevölkerung ist doch noch sehr spärlich, besonders bei der nicht mehr so jungen Generation – und die junge Generation ist nicht die Zielgruppe und wird sicher kein Geld ausgeben um die Dolomiten online zu lesen.

      Wie ich schon gesagt habe ist diese Online-Dolomiten ein ästhetischer Fortschritt, aber von der Benutzerfreundlichkeit und technischer Hinsicht bin ich da nicht so überzeugt.

  8. Die Dolomiten Online war vor 10 Jahren bereits frei einsehbar. Auch konnte man damals im Archiv suchen, die Zeitung als PDF ansehen und in den Todesanzeigen stöbern… Zu einem späteren Zeitpunkt hat man dann entschieden die Zeitung nur gegen Bezahlung einsehbar zu machen – man erhoffte sich damit Geld zu verdienen.

    • Daran kann ich mich auch erinnern, und wir haben auch darüber geschrieben. Ich glaub für Abonnenten der Print-Version war die Einsicht gratis. Das mit dem Geld verdienen wird nicht ganz geklappt haben. Wir sehen uns in Südtirol gern als modern, aber die Nutzung des Internets in der Bevölkerung ist doch noch sehr spärlich, besonders bei der nicht mehr so jungen Generation – und die junge Generation ist nicht die Zielgruppe und wird sicher kein Geld ausgeben um die Dolomiten online zu lesen.

      Wie ich schon gesagt habe ist diese Online-Dolomiten ein ästhetischer Fortschritt, aber von der Benutzerfreundlichkeit und technischer Hinsicht bin ich da nicht so überzeugt.

  9. Von der Usability und Technik her ist diese Dolomiten Online sogar ein Rückschritt, denn vieles was früher funktioniert hatte (so auch das Schnauzer-Archiv) ist heute nicht mehr zu finden, und mit einigen älteren Browsern werden die Seiten entstellt angezeigt… Auf die Animation beim „Umblättern“ kann ich gerne verzichten – sie verlangsamt nur das Surfen.
    Von der Ästhetik her habe ich auch so meine Zweifel.

  10. Von der Usability und Technik her ist diese Dolomiten Online sogar ein Rückschritt, denn vieles was früher funktioniert hatte (so auch das Schnauzer-Archiv) ist heute nicht mehr zu finden, und mit einigen älteren Browsern werden die Seiten entstellt angezeigt… Auf die Animation beim „Umblättern“ kann ich gerne verzichten – sie verlangsamt nur das Surfen.
    Von der Ästhetik her habe ich auch so meine Zweifel.

  11. Ja, von der Usability her schlecht gemacht.Man weiß nie, was ein klick auf die Zeitung eigentlich bewirkt: Vergrößerung oder umblättern?

    Ich denke die Dolomiten Online ist nur für jene sinnvoll, welche das Abo der Printversion haben und ihren Kindern/Studenten auch die Dolomiten zur Verfügung stellen möchten. Für Abonnenten der Print Version war der Preis ja relativ niedrig (glaube ich mich zu erinnern, Abo Seite zeigt aktuell gar nix an).

    Ich weiß nicht in wie weit das mit den Suchmaschinen und dem zur Verfügung stellen des Archivs auch ein Problem mit den Nachrichtenagenturen bringen würde. Glaube mal so was gehört zu haben… also 7 Tage ok, länger nicht. Kann mich auch täuschen.

    Wer braucht bei Südtirols Medienvielfalt eigentlich die Dolomiten?

  12. Ja, von der Usability her schlecht gemacht.Man weiß nie, was ein klick auf die Zeitung eigentlich bewirkt: Vergrößerung oder umblättern?

    Ich denke die Dolomiten Online ist nur für jene sinnvoll, welche das Abo der Printversion haben und ihren Kindern/Studenten auch die Dolomiten zur Verfügung stellen möchten. Für Abonnenten der Print Version war der Preis ja relativ niedrig (glaube ich mich zu erinnern, Abo Seite zeigt aktuell gar nix an).

    Ich weiß nicht in wie weit das mit den Suchmaschinen und dem zur Verfügung stellen des Archivs auch ein Problem mit den Nachrichtenagenturen bringen würde. Glaube mal so was gehört zu haben… also 7 Tage ok, länger nicht. Kann mich auch täuschen.

    Wer braucht bei Südtirols Medienvielfalt eigentlich die Dolomiten?

  13. Glaube nicht, dass es an den Nachrichtenagenturen liegt. Vor 10 Jahren wurde die Suchfunktion bei den Artikeln auf die letzten 7 Tage beschränkt, weil das Haus Athesia die Recherche in alten Zeitungen gegen Bezahlung anbietet (sie würden also ins eigene Geschäft pfuschen) wie viele von dieser Recherche-Möglichkeit jedoch Gebrauch gemacht haben weiss ich nicht.
    Die Dolomiten online wurde damals sowohl als HTML (nur die Artikel) als auch als PDF veröffentlicht – alles vollautomatisch. Die Online-Suche erfolgte auf den Artikeln im HTML-Format (was auch sinnvoll ist, das das Durchsuchen von Werbungen und anderen Grafiken keine sinnvollen Resultate ergäbe).

    Zu deiner Frage eine Gegenfrage: braucht die Dolomiten eigentlich die Medienvielfalt? Oder ist sie ihnen/uns gut genug?!? Wer (zwischen den Zeilen) lesen kann, ist wieder mal klar im Vorteil. 🙂

  14. Glaube nicht, dass es an den Nachrichtenagenturen liegt. Vor 10 Jahren wurde die Suchfunktion bei den Artikeln auf die letzten 7 Tage beschränkt, weil das Haus Athesia die Recherche in alten Zeitungen gegen Bezahlung anbietet (sie würden also ins eigene Geschäft pfuschen) wie viele von dieser Recherche-Möglichkeit jedoch Gebrauch gemacht haben weiss ich nicht.
    Die Dolomiten online wurde damals sowohl als HTML (nur die Artikel) als auch als PDF veröffentlicht – alles vollautomatisch. Die Online-Suche erfolgte auf den Artikeln im HTML-Format (was auch sinnvoll ist, das das Durchsuchen von Werbungen und anderen Grafiken keine sinnvollen Resultate ergäbe).

    Zu deiner Frage eine Gegenfrage: braucht die Dolomiten eigentlich die Medienvielfalt? Oder ist sie ihnen/uns gut genug?!? Wer (zwischen den Zeilen) lesen kann, ist wieder mal klar im Vorteil. 🙂

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