Wie möchten Sie begraben werden?

Bürgernähe ist ein hohes Gut – die Bestrebungen nach direkter Demokratie nehmen zu weil, wer von uns hat es noch nie ausgesprochen, unsere Volksvertreter die Entscheidungen über unsere Köpfe hinweg machen. Da ist es doch sehr löblich wenn eine Gemeinde eine Umfrage vor der Erweiterung eines Friedhofs macht.

Es erweckt aber trotzdem ein ungutes Gefühl wenn man einen Brief bekommt indem man gefragt wird ob man vorhabe sich einäschern zu lassen. Eigentlich muss ich zugeben, dass ich mir noch keine Gedanken dazu gemacht habe ob ich eingeäschert werden will und ob meine Urne in einem Familiengrab oder einer Nische beigesetzt werden soll. Die Frage wenn ich vor habe abzuleben haben sie sich verkniffen, kann mir aber schon vorstellen dass es von der logistischen Seite her interessant wäre ;-).

Ohne jetzt in eine Analyse der Gesellschaft abzudriften stellt sich aber schon die Frage ob das Tabuthema Tod mit einer solchen Umfrage überhaupt gefasst werden kann. Ab welchem Alter macht man sich denn wirklich Gedanken macht und will man sich in jungen Jahren so quasi festlegen? Es ist gut möglich, dass die Umfrage ergibt dass die Option gewinnt, welche den meisten Platz braucht – um sicher zu gehen. Es wäre ja wirklich schade wenn man sich „im letzten Moment“ für eine normale Bestattung entscheidet und dann kein Platz mehr da ist.

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