Freiheit, Puschtra und andere …..

Freitag blätterte ich durch ein Lokalblatt und was sah ich da prompt auf der ersten Seite, einen martialisch aussehenden Waldkämpfer. Als Untertitel sprach man von den Puster Air Gun Gruppen, die anscheindend alte Damen erschrecken und die Wälder unsicher machen. Und gleich auch noch der Wunsch dieser Zeitung, in bester Law and Order Manier, dieses Treiben doch endlich zu verbieten.

Man kann zu solche Spielen stehen wie man will, aber es ist doch schon absurd, wie von allen Seiten versucht wird, die persönlichen Freiheit und Rechte der Personen einzuschränken. Erst vor kurzen musste das deutsche Bundesverfassungsgericht die Initiative des Innenministers, online scanning in PC’s von Personen ohne Verdachtsmomente durchführen zu können kippen. Danach wollten einige Polizeiverwaltungen vorsorglich die Kennzeichen von Autos auf der Autobahn scannen und abspeichern. Das in Deutschland. In Bozen wurde das strengste Raucherverbot eingeführt, dass ich in Europa kenne, ich möchte betonen, ich bin Nichtraucher, aber das geht nun definitiv zu weit. Die Listen von mutmaßlichen Steuerhinterziehern werden einfach an Zeitungen weitergeben und mir nichts dir nichts veröffentlicht, das ist nun schon mehr als happig. Dass diese Daten aufgrund einer Straftat in die Hände des „Rechtsstaates“ gekommen sind, der von seinen Bürgern die peinlichste Einhaltung aller Regeln verlangt ist rechtlich mehr als verwunderlich. In Italien, wo es nun schon für den Bürger bald gar keine Privatsphäre mehr gegenüber dem Staat mehr gibt, scheint das keinen mehr zu interessieren.

Telefone werden täglich zu tausenden abgehört, das Bankgeheimnis existiert sowieso schon lange nicht mehr aber das scheint keinen mehr zu kümmern. Und nun zu guter letzt möchte nun das Finanzministerium auch noch sämtliche Daten aller Gebäudemieter, -inhaber, -pächter usw. mit den entsprechenden Steuerpositionen verbinden. Dies alles und mehr wird uns verkauft unter dem Vorwand, unsere Sicherheit zu erhöhen, Steuerhinterziehung einzudämmen usw. obwohl die bestehenden Möglichkeiten für die Durchführung dieser Kontrollen leichtens ausreichen würde. Und das Schlimmste ist, dass letzthin in der lokalen Presse kaum Stimmen dagegen zu hören gewesen sind. Es ist klar Straftaten gehören geandet, aber nicht zum Preis der persönlichen Freiheiten von tausenden Personen, die absolut unbeteiligt sind.

Foto von b.dugardin

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