Speisen am laufenden Band

Das Laufband ist voll bepacktSchon vor 20 Jahren konnten man in Fernsehberichten aus Japan die neue Mode der Sushi-Bars mit Förderband bestaunen. Nach einigen Jahren gelangten sie auch nach Europa, die erste habe ich Anfang der 90er in London erspäht. Nun gibt es sowas auch jenseits des Brenners. Es sind sogar zwei an der Zahl und in einem haben wir mal Testgegessen.

Wie funktioniert denn das

Das Grundprinzip ist einfach. Man sitzt an einem Förderband, an welchem ein kleiner Tresen oder Tische platziert sind, und die angebotenen Speisen fahren auf Tellern mit Abdeckung an einem vorbei. Man nimmt sich das gewünschte einfach und verputzt es. Durch diese Automatisierung sind die Kellner entlastet, welche nur noch für Getränkenachschub zuständig sind. In den meisten Restauraunts dieser Art wird nach Verursacherprinzip verrechnet. Wer viel Konsumiert, zahlt viel. Die leergegessenen Teller werden an die Kasse gebracht und je nach Farbe kostet die Speise einen anderen Betrag. Wie gesagt, aufgekommen ist das Geschäftsmodell in Japan für Sushis, die im Regelfall kalt sind und es deshalb kaum etwas ausmacht wenn ein Teller mal 5 Minuten unterwegs ist.

Event-Dinner

Das Lokal in Innsbruck ist da in zweierlei Hinsicht anders als die Vorbilder aus Japan. Erstens gibt es auch warme Speisen, die nicht sehr japanisch sind und zweitens gilt das „Friss soviel du kannst“-Prinzip. Nicht zuletzt deswegen kommt es einem Event näher so zu essen, aber das liegt wohl auch daran, daß wir es einfach noch nicht gewöhnt sind. Es kommt so etwas wie Fondue-Stimmung auf, wo man auch immer die Augen größer hat als den Magen und viel zuviel ißt.

Die warmen Speisen sind eigentlich chinesische Standardware auf gutem Niveau. Nichts weltbewegendes, Pfannengerührtes Fleisch und Gemüse, Frühlingrollen, Tempura (das einzige japanische Warmgericht) und als Nachspeisen frittierte Bananen, Obst, Fruchtsalat und zwischendurch als Extra auch Kokosbällchen mit heißer Schokofüllung. Das Problem der warmen Speisen ist, daß man den richtigen Zeitpunkt abwarten muß. Kommen neue Gäste wird das Förderband wieder aufgefüllt und die Speisen sind warm. Wartet man hingegen zu lang machen besonders die frittierten Bananen keinen Spaß mehr.

Eingelegter Ingwer und SushiDas Sushi hingegen ist vor solchen taktischen Überlegungen erhaben. Es gibt eine gute Auswahl und sie sind alle von guter Qualität. Wasabi und eingelegten Ingwer gibt es en Mass und man kann mal richtig reinhauen. Denn ich hab ganz vergessen, der Fixpreis beträgt 12 Euro ohne Getränk (miitags sogar noch weniger). Da ist auch noch eine Suppe drin und am Ende (wenn man Glück hat) bekommt man nicht nur den obligatorischen warmen Pflaumenwein zum Abschluß, sondern auch noch eine Flasche davon geschenkt.

Überhaupt wird man sehr nett umsorgt und deswegen geben wir auch mal eine Empfehlung ab: Japan Asia Restaurant „Fuji“, Mariahilfpark 2, A-6020 Innsbruck, tel. +43 512 286188
Und jetzt schon fast leergegessen

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