Vignettenwald

Vignetten zur Identifizierung der SchadstoffklasseDa hat sich das Landesmobilitätsressort wieder was tolles einfallen lassen. Die Fahrverbote haben letztes Jahr zwar nichts gebracht, aber daran war das Wetter schuld. Das Jahr zuvor hat es auch nichts gebracht, aber da war auch das Wetter schuld. Also gibt es auch dieses Jahr Fahrverbote und man hofft daß das Wetter heuer mitspielt. Einen kleinen Lichtblick gibt es am Horizont, die Maßnahmen werden nur geringfügig geändert und das heißt, dass fast alle, die letztes Jahr fahren dürfen, auch heuer noch fahren dürfen.

Was uns nicht so gut gefällt ist die Vignette. Es gibt 14 verschiedene Vigneten in 4 Farben. Das soll die Identifizierung berechtigter Fahrzeuge erleichtern.

„Es ist ganz einfach“, betonte heute Mobilitätslandesrat Widmann, „keine Vignette, keine freie Fahrt.“ meint Landesrat Widmann.

Ja dann wäre ja eine genug gewesen. Ich hab zwar das Prinzip verstanden das sich das Ressort ausgedacht hat. Wenn die Bestimmungen geändert werden, muss man keine weitere rausschicken, aber die Einfachheit geht dann den Bach runter. Da wäre es doch besser gewesen man würde eine pro Jahr machen, jeweils in einer anderen Farbe. Und nur wer fahren darf bekommt eine. Das würde auch die Kontrolle in Zukunft vereinfachen.

Aber das Problem der landesfremden Fahrzeuge ist auch heuer noch nicht gelöst. Diese machen einen gehörigen Anteil des Verkehrsaufkommen aus, man bedenke nur an die LKW’s welche über die Autobahn quer über Bozen hinwegbrausen, und die haben keine Vignette oder werden nicht kontrolliert. Die angekündigte Situationsanalyse hätte man auch schon letztes Jahr machen können und auf deren Ergebnisse können wir gespannt sein.

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4 Gedanken zu “Vignettenwald

  1. Tja, an und für sich nichts neues, vor allem hat das nichts mit Demokratie zu tun – zumal es immer wieder zu Ausnahmen kommt – abgesehen davon, dass es fraglich ist, dass das Problem hiermit gelöst wird. In Trient gab es im letzten Jahr eine Welle des Protests, der zuständige Landesrat wurde daraufhin ins Schwanken gebracht und – welch ein Zufall – die Fahreinschränkungen aufgehoben.

  2. Tja, an und für sich nichts neues, vor allem hat das nichts mit Demokratie zu tun – zumal es immer wieder zu Ausnahmen kommt – abgesehen davon, dass es fraglich ist, dass das Problem hiermit gelöst wird. In Trient gab es im letzten Jahr eine Welle des Protests, der zuständige Landesrat wurde daraufhin ins Schwanken gebracht und – welch ein Zufall – die Fahreinschränkungen aufgehoben.

  3. Ich bin ja sehr für Demokratie, aber zuerst die Vertreter wählen und dann gegen alles protestieren ist auch eine Art des Stillstandes. Maßnahmen zu finden, welche den Ausstoß von Feinstaub reduzieren ist schon richtig, aber das Gefühl daß mit unterschiedlichem Maß gemessen wird, läßt uns auf die Barrikaden gehen.

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