Und Südtirol ist doch Italien…

…zumindest seit 80 Jahren. Wir wollen hier ja nicht viel politisieren. Das machen andere sicher besser, aber ich möchte mal ein paar Standpunkte verteten und ein wenig bissig sein. Über die Plakat-Aktion der Südtiroler Freiheit  haben viele geschrieben, und noch viel mehr geredet. Besonders gut hat uns dieser Beitrag bei Brennerbasisdemokratie gefallen. Die Kommentare sind zwar wieder mal länger geraten als der Beitrag, aber das gehöhrt sich wahrscheinlich so.

Aber mir gefällt der Abschluss des Beitrages. Ist es nicht endlich an der Zeit mal einen Punkt zu machen und nach Vorne zu schauen. Beide Seiten, damit wir eine Seite werden. Nach wievielen Generationen ist es denn endlich soweit dass sich die Namen der Orte historisch anerkannt werden. Es war sicher Notwendig sich gegen eine Unterdrückung unserer Identität und Sprache zu wehren, dass haben wir auch erfolgreich getan, aber wir müssen jetzt nichts „zurückbauen“. Außerdem sollte es doch endlich möglich sein, dass auch die zweite Sprachgruppe sich auf die Hinterbeine stellt und auch auf die andere Sprachgruppe zugeht. Den Status Quo festigen, die Bedürfnisse der jeweiligen Sprachgruppen analysieren und Maßnahmen ergreifen, damit der „disagio“ vergeht und man in Zukunft auf eine gemeinsame Vergangenheit zurückblicken kann.

14 Gedanken zu “Und Südtirol ist doch Italien…

  1. Ich glaube bei den ganzen Diskussionen geht es um Respekt. Bewahren der eigenen Kultur und Respekt vor anderen Kulturen.

    Aber was ich eigentlich sagen wollt: Letzte Woche hatte ich ein Büchlein aus dem Jahr 1908 (also vor dem ersten Weltkrieg) in der Hand, mit dem Titel „Südtirol“. Damals wurde das heutige Trentino noch zu Südtirol gezählt… interessant, nicht?

  2. Ich glaube bei den ganzen Diskussionen geht es um Respekt. Bewahren der eigenen Kultur und Respekt vor anderen Kulturen.

    Aber was ich eigentlich sagen wollt: Letzte Woche hatte ich ein Büchlein aus dem Jahr 1908 (also vor dem ersten Weltkrieg) in der Hand, mit dem Titel „Südtirol“. Damals wurde das heutige Trentino noch zu Südtirol gezählt… interessant, nicht?

  3. Ich freue mich sehr über diesen Artikel – etwas weniger über den Titel. Sinn meiner Stellungnahme war ja gerade nicht, dass Südtirol »doch Italien« ist, wenngleich das anhand offizieller Landkarten schwer leugbar ist.

  4. Ich freue mich sehr über diesen Artikel – etwas weniger über den Titel. Sinn meiner Stellungnahme war ja gerade nicht, dass Südtirol »doch Italien« ist, wenngleich das anhand offizieller Landkarten schwer leugbar ist.

  5. Der Titel sollte auf der einen Seite provozieren, auf der Anderen eine etwas pragmatischere Haltung darstellen.

    Ich finde dass „auch“ Italien ist. Es hat sich natürlich eine neue Südtiroler Kultur gebildet die Elemente aus alles Kulturen entlehnt hat die durchgezogen bzw. geblieben sind. Aber da sind wir nicht die Einzigen. Mitteleuropa berstet geradezu von verschiedenen Kulturen welche neben-, mit- und übereinander leben, da haben territoriale Grenzen nur noch verwaltungstechnische Relevanz. Die letzten Grenzen die noch relevant sind und umbedingt überbrückt werden müssen sind jene in unseren Köpfen.

  6. Der Titel sollte auf der einen Seite provozieren, auf der Anderen eine etwas pragmatischere Haltung darstellen.

    Ich finde dass „auch“ Italien ist. Es hat sich natürlich eine neue Südtiroler Kultur gebildet die Elemente aus alles Kulturen entlehnt hat die durchgezogen bzw. geblieben sind. Aber da sind wir nicht die Einzigen. Mitteleuropa berstet geradezu von verschiedenen Kulturen welche neben-, mit- und übereinander leben, da haben territoriale Grenzen nur noch verwaltungstechnische Relevanz. Die letzten Grenzen die noch relevant sind und umbedingt überbrückt werden müssen sind jene in unseren Köpfen.

  7. Einem Volk, welches seine Geschichte vergisst, wird es wahrlich
    schwer fallen, seine Identität in der Gegenwart zu finden. Gleiches gilt
    jedoch für Menschen, deren Identität in erster Linie auf den Säulen
    erlebter Geschichte beruht. All jenen wird es schwer fallen – von einer
    neuen Wirklichkeit ausgehend – eine andere Zukunft zu entwerfen. Grenzen, egal ob auf der Landkarte oder in unseren Köpfen,
    werden hierzulande vornehmlich als schier unpassierbare Hürden
    wahrgenommen. Dabei laden uns Grenzen doch geradezu ein, auf die andere
    Seite zu gehen, die Unterschiede zu erkennen und vom Schönen des
    „Anderen“ ausgehend, das Wunderbare am „Eigenen“ genießen zu können. Und
    um bei dem bekannten Schriftsteller Edouard Glissant zu bleiben: „Der
    Riese überblickt beide Seiten der Grenzlinie, er erfasst sowohl die
    Identität des Hier als auch die des Dort, er begreift ihre notwendige
    Verbindung und bewahrt und verteidigt ihre notwendige Besonderheit.“

    Heitere Grüße

    Euer Hockerrudel

    http://www.kulturplatz.eu

  8. Einem Volk, welches seine Geschichte vergisst, wird es wahrlich
    schwer fallen, seine Identität in der Gegenwart zu finden. Gleiches gilt
    jedoch für Menschen, deren Identität in erster Linie auf den Säulen
    erlebter Geschichte beruht. All jenen wird es schwer fallen – von einer
    neuen Wirklichkeit ausgehend – eine andere Zukunft zu entwerfen. Grenzen, egal ob auf der Landkarte oder in unseren Köpfen,
    werden hierzulande vornehmlich als schier unpassierbare Hürden
    wahrgenommen. Dabei laden uns Grenzen doch geradezu ein, auf die andere
    Seite zu gehen, die Unterschiede zu erkennen und vom Schönen des
    „Anderen“ ausgehend, das Wunderbare am „Eigenen“ genießen zu können. Und
    um bei dem bekannten Schriftsteller Edouard Glissant zu bleiben: „Der
    Riese überblickt beide Seiten der Grenzlinie, er erfasst sowohl die
    Identität des Hier als auch die des Dort, er begreift ihre notwendige
    Verbindung und bewahrt und verteidigt ihre notwendige Besonderheit.“

    Heitere Grüße

    Euer Hockerrudel

    http://www.kulturplatz.eu

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