Eppaner Zugträume

Der Christian hat sich auf der Präsentation der Machbarkeitsstudie einer neuen Eisenbahn (oder S-Bahn) von Bozen nach Eppan schlau gemacht. Und auch hier, wie bei manch solcher Vorschläge, scheint das ganze etwas unausgegohren zu sein. Vielleicht ist der Vorschlag eine neue Trasse nach Eppan zu machen nicht ganz so hirnrissig, wie jene, eine von Meran ins Passeiertal zu bauen, aber ein Problem bleibt immer das Gleiche. Die Zubringerdienste.

Das mit den Zubringerdiensten ist wirklich einer der großen Knackpunkte. Ich weiß noch von Londoner Zeiten, dass es einen riesen Unterschied macht, ob man direkt an einer U-Bahnstation lebt, oder man (nur 2 km entfernt) Bus, Zug und dann U-Bahn nehmen muss. Für die gleiche Entfernung zum Arbeitsplatz brauchte ich 3-mal so lange. Wenn ich ein Auto gehabt hätte hätte ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel verzichtet.

Vielleicht wären auch radikalere (und billigere) Methoden wirksam. Die Straßen nur zu bestimmten Zeiten für bestimmte Gefährte zu reservieren. Z.B. dass Touristen nicht in den Pendler-Zeiten fahren dürfen – die Bauern (ja, ja immer auf die armen Bauern) bestimmte Ablade-Fenster bekommen usw. Praktisch das Auto-Fahren so unaktraktiv machen dass die öffentlichen Verkehrsmittel mehr genutzt werden.

Das ist nicht eine Verbotsstrategie, sondern eine Optimierung der vorhandenen Resourcen. Ich finde dass in unserem Land, Geld sein dank, immer zuerst darüber nachgedacht wird was man neues dazubauen kann, bevor man sich Gedanken darüber macht, wie man das bestehende besser nutzen könnte.

6 Gedanken zu “Eppaner Zugträume

  1. Einer meiner Sprüche ist: „Die momentane Verkehrpolitik entspricht dem Versuch eines Mannes, an Händen und Füßen gefesselt, mit eine Binde auf den Augen, eine Katze zu fangen.“ Die letzten Auswürfe des Bozner Stadtverwaltung (Sparkassenstr. sperren etc.) scheinen auf rein kurzfristige Effekte abzuzielen. Die Sparkassenstr. ist Zubringer zu verschiedenen Bozner Vierteln (Claudia de Medici Str., Wangergasse usw.) würde die gesperrt müßten die Anrainer bzw. der Besucher über Zwölfmalgrein ausweichen lassen, das heist quer duch die ganze Stadt gondeln. Prost Mahlzeit! Auch ärgert mich das ganze Herumgehacke über die bösen Pendler aus der Umgebumg. Die müssen ja in die Stadt, währenddessen viele Bozner kleinste Entfernungen mit dem eigen Auto „bewältigen“. Man kann das Pferd nicht von hinten aufzäumen. Wenn einmal die Verkehrsmittel attraktiver werden, werden die Personen sie auch benutzen. Da hilft schon der Benzinpreis.

  2. Einer meiner Sprüche ist: „Die momentane Verkehrpolitik entspricht dem Versuch eines Mannes, an Händen und Füßen gefesselt, mit eine Binde auf den Augen, eine Katze zu fangen.“ Die letzten Auswürfe des Bozner Stadtverwaltung (Sparkassenstr. sperren etc.) scheinen auf rein kurzfristige Effekte abzuzielen. Die Sparkassenstr. ist Zubringer zu verschiedenen Bozner Vierteln (Claudia de Medici Str., Wangergasse usw.) würde die gesperrt müßten die Anrainer bzw. der Besucher über Zwölfmalgrein ausweichen lassen, das heist quer duch die ganze Stadt gondeln. Prost Mahlzeit! Auch ärgert mich das ganze Herumgehacke über die bösen Pendler aus der Umgebumg. Die müssen ja in die Stadt, währenddessen viele Bozner kleinste Entfernungen mit dem eigen Auto „bewältigen“. Man kann das Pferd nicht von hinten aufzäumen. Wenn einmal die Verkehrsmittel attraktiver werden, werden die Personen sie auch benutzen. Da hilft schon der Benzinpreis.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s