Ich mag gar keinen Kürbis.

Nachdem der Kürbis immer mehr Verbreitung findet, finden auch immer mehr Leute raus, dass sie den Kürbis gar nicht mögen. Da hört man dann: „Der ist mir zu süß.“ „Der Geschmack ist so komisch.“ Deshalb habe ich hier ein einfachstes Rezept, bei dem man den größten Kürbishasser auf den Geschmack bringt.

Ich muss mich jetzt also outen – und zwar als Suppenfreak. Ich liebe Suppen und wer das warme Gefühl kennt, welches eine Suppe im kalten Winter schafft, der versteht mich auch. Nun aber schnell zum Rezept. Es braucht keine genauen Angaben und ist auch für Ungeübte super zu machen. Zuerst den Kürbis ((am besten verwendet man Butternut oder Potimaron)) schälen und die Kerne und das Kernfleisch (das glitschige Rund um die Kerne) entfernen. Den Kürbis und eine große geschälte gelbe Zwiebel in große Stücke zerteilen (ca. 3×3 cm). In einem Topf etwas Olivenöl heiß machen und den Kürbis und die Zwiebel darin anbraten. Hier ist wichtig, dass man sich Zeit lässt. Mindestens 10 Minuten sollte auf mittlerer Hitze gebrutzelt werden damit der Kürbis karamellisiert. Also nur zwischendurch umrühren, damit er nicht verbrennt, aber die braunen Ränder und Flächen sind ok und wichtig. Der Zucker im Kürbis wird eben zu Karamell und das gibt einen noblen Geschmack, der nicht so süß ist. Jetzt kann man mit Gemüsebrühe ablöschen – gerade soviel dass aller Kürbis mit Brühe bedeckt ist. Hitze hochdrehen, um die Brühe zum Kochen zu bringen und den Kürbis solange mit geschlossenem Deckel kochen lassen, bis er sich leicht mit einem Löffel zermatschen lässt. Und jetzt kommt Trick Numero Zwo. Um den Geschmack noch tauglicher für jedermann zu machen, nehmt ihr eine halbe Zimtstange (bitte eine gute Qualität) und gebt sie in die Suppe. Natürlich gleich beim Aufgießen. Um das Herausnehmen zu erleichtern, gebe ich den Zimt immer in einem Teefilter bei. Ist der Kürbis gekocht, nimmt man die Zimtstange heraus und püriert die Suppe mit einem Pürierstab oder im Mixer. Jetzt geht’s ans Abschmecken mit Salz, Pfeffer, Zitronenthymian (wer mag) und wenn euch die Suppe zu dickflüssig vorkommt, dann könnt ihr etwas Wasser oder Brühe nachgeben. Serviert wird die Suppe mit ein wenig steirischem Kürbiskernöl, welches ihr ja sicher alle beim Kürbisfest gekauft habt und Croûtons. In Südtirol ist eigentlich gepehnte  (im Ofen getrocknete) Brotscheiben üblicher.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s